Nutzer mögen keine störende Werbung im Internet
Studien Juli 21st, 2007Herausgefunden hat das Fittkau & Maaß in der aktuellen Studie WWW-Benutzer-Analyse W3B im Auftrag von e-professional.
Die Botschaft muss zum Thema passen
Fast jeder dritte Internetnutzer verbringt mindestens ein Viertel seiner Online-Zeit auf kleineren Webseiten. Der Grund: hier findet der Nutzer spezifische Informationen die zum von ihn gesuchten Thema passen.
Nutzer mögen keine störende Werbung. Als störend wird empfunden was den Zugang zu Inhalten blockiert, beispielsweise Layer und Intersticials oder Pop Ups. Zum Recherchethema passende Angebote hingegen werden als nicht störend wahrgenommen.
Damit verfestigt sich ein Trend, der besonders für im Internet werbende Unternehmen zur Herausforderung wird. Sollte die Nachfrage nach Nischeninhalten weiter steigen, wird es für die Unternehmen immer schwieriger, mit ihrer Online-Werbung viele Nutzer zu erreichen. Der Grund liegt in der bisher gängigen Praxis: Die herkömmliche Werbeplanung konzentriert sich ausschließlich auf Webseiten mit mehr als 10.000 Seitenaufrufen pro Monat. Viele kaufinteressierte Nutzer können so nicht erreicht werden.
Werben Sie dort, wo Ihre Kunden Sie suchen
Nur eine Minderheit der Nutzer lehnt Internet-Werbung grundsätzlich ab. Über die Hälfte der Nutzer empfindet Textwerbung als weniger störend als bunte animierte Banner oder gar Pop Ups. Vor allem durch die Platzierung in Suchmaschinen und auf passenden Themenportalen findet die Werbebotschaft den interessierten Nutzer: Die Werbung hat gute Chancen als Mehrwert denn als aufdringliche Reklame wahrgenommen zu werden.
Fazit der Studie: Um potenzielle Käufer auch in den Tiefen des Internets zu erreichen, werden Online-Werber in Zukunft sowohl in technischer als auch in kreativer Hinsicht umdenken müssen. Neben einer zunehmenden Automatisierung der Mediaplatzierung werden auch neue Werbeformate gefragt sein. Auch die Strategie, nur auf den großen General-Interest-Portalen präsent zu sein, könnte sich als verhängnisvoll erweisen. Schon heute sind die Nutzer viel zu weit verstreut, um langfristig alle Zielgruppen zu erreichen und die gewünschte Werbewirkung zu erzielen. Die Wege zu den Zielgruppen werden schmaler und verzweigter und machen den Einsatz flexibler Lösungsmodelle erforderlich.
5. September 2007 at 21:48
Genau die Aussage dieser Studie verfolge ich bei der Gestaltung aller meiner Projekte von Anfang an. Vor allem, wenn es um Seriösität geht, sollte alles vermieden werden, was den User beim Abrufen der Informationen behindert. Gerade Layer und Popups sind dabei in meinen Augen das perfekte Mittel, um interessierte Kunden zu vertreiben, nicht jedoch um diese zu gewinnen. Dezente Werbung in hochwertigen Content integriert, konvertiert zum einen wesentlich besser und bietet dem Leser bei Themenbezogenheit die Möglichkeit, Produkte und Dienstleistungen direkt online zu ordern, über die er sich gerade informiert hat. Interessant ist dabei die Tatsache, dass Textlinks im Content noch wesentlich häufiger geklickt werden, als Banner. Man sieht, der User wird immer intelligenter und lässt sich von sinnvollen Informationen in Verbindung mit weiterführenden Textlinks wesentlich leichter überzeugen, als von störenden Popups oder Layern.
23. September 2007 at 00:37
Eben
übrigens, mir ist auch schon oft aufgefallen, dass Textlinks im Content viel häufiger geklickt werden als das Banner mit der gleichen Aussage / Ziel-URL gleich daneben.